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27. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Werkstätten für Behinderte und in therapeutischen Werkstätten Fassung AVR-(B/L) und AVR-(K) A61

27. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Werkstätten für Behinderte und in therapeutischen Werkstätten Fassung AVR-(B/L) und AVR-(K)

 

Vorbemerkung:

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sozialdienst (begleitender Dienst) in Werkstätten sind in den Einzelgruppenplan 21 einzugruppieren.

Vergütungsgruppe IXb bzw. IX

1. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne abgeschlossene Ausbildung (Anm. 3)

Vergütungsgruppe VIII

2. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie zu 1. nach dreijähriger Bewährung (Anm. 3)

3. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne abgeschlossene Berufsausbildung mit dreijähriger fachbezogener Tätigkeit (Anm. 3)

Vergütungsgruppe VII

4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie zu 3. nach zweijähriger Bewährung (Anm. 3)

5. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit mindestens zweijähriger abgeschlossener Berufsausbildung (Anm. 3)

Vergütungsgruppe VIb

6. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie zu 4. nach vierjähriger Bewährung, frühestens nach Abschluss der pädagogischen Zusatzausbildung (Anm. 3, 4)

7. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie zu 5. nach vierjähriger Bewährung (Anm. 3)

8. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Gruppenleiterinnen bzw. Gruppenleiter mit mindestens zweijähriger abgeschlossener Berufsausbildung (Anm. 3, 5)

Vergütungsgruppe Vc

9. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie zu 8. nach vierjähriger Bewährung, frühestens nach Abschluss der pädagogischen Zusatzausbildung (Anm. 3, 4)

10. Erzieherinnen am Arbeitsplatz/Arbeitserzieherinnen und Erzieher am Arbeitsplatz/Arbeitserzieher mit staatlicher Anerkennung, Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger, Erzieherinnen und Erzieher, Heilpädagoginnen und Heilpädagogen mit staatlicher Anerkennung und ent sprechender Tätigkeit sowie sonstige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und ihrer Erfahrung entsprechende Tätigkeiten ausüben (Anm. 3, 6, 7)

11. Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter mit einer Ausbildung als Handwerksmeisterin bzw. Handwerksmeister, Industriemeisterin bzw. Industrie meister, Gärtnermeisterin bzw. Gärtnermeister, Landwirtschaftsmeisterin bzw. Landwirtschaftsmeister, Hauswirtschaftsmeisterin bzw. Hauswirtschaftsmeister, staatlich geprüfte Technikerin bzw. staatlich geprüfter Techniker sowie sonstige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und ihrer Erfahrung Gruppenleiterinnen bzw. Gruppen leiter sind (Anm. 3, 5, 8, 9)

Vergütungsgruppe Vb

12. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie zu 10. nach vierjähriger Bewährung (Anm. 3, 7)

13. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie zu 11. nach vierjähriger Bewährung, frühestens nach Abschluss der pädagogischen Zusatzausbildung (Anm. 3, 4, 5, 8, 9)

14. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie zu 10. und 11., denen die Abteilungsleitung in Werkstätten für Behinderte mit einer Durchschnittsbelegung von mindestens 120 Plätzen ausdrücklich übertragen worden ist (Anm. 3, 9, 10, 11)

15. Leiterinnen und Leiter von Werkstätten mit einer Durchschnittsbelegung von weniger als 60 Plätzen (Anm. 3, 9, 10)

16. Bereichsleiterinnen und Bereichsleiter in Werkstätten für Behinderte mit einem Verantwortungsbereich für weniger als 120 Plätzen (Anm. 3, 9, 10, 12)

Vergütungsgruppe IVb

17. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie zu 14. bis 16. nach vierjähriger Bewährung (Anm. 3, 9, 10, 11, 12)

18. Leiterinnen und Leiter von Werkstätten für Behinderte mit einer Durchschnittsbelegung von mindestens 60 Plätzen (Anm. 3, 9, 10)

19. Bereichsleiterinnen und Bereichsleiter in Werkstätten für Behinderte mit einem Verantwortungsbereich für mindestens 120 Plätzen (Anm. 3, 9, 10, 12, 13)

Vergütungsgruppe IVa

20. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie zu 18. und 19. nach vierjähriger Bewährung (Anm. 3, 9, 10, 12, 13)

Vergütungsgruppe III

22. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie zu 21. nach vierjähriger Bewährung (Anm. 3, 10)

23. Leiterinnen und Leiter von Werkstätten für Behinderte mit einer Durchschnittsbelegung von mindestens 240 Plätzen (Anm. 3, 10, 14)

Vergütungsgruppe IIa bzw. II

24. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie zu 23. nach fünfjähriger Bewährung in Vergütungsgruppe III (Anm. 3, 10, 14)

 

Anmerkungen zu EGP 27

(1) Unter diesen Einzelgruppenplan fallen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Werkstätten i. S. des § 40 Abs. 2 BSHG.

(2) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in therapeutischen Werkstätten psychiatrischer Krankenhäuser, die ständig mit geisteskranken Patientinnen und Patienten zu arbeitstherapeutischen Zwecken zusammenarbeiten oder sie hierbei beaufsichtigen, erhalten für die Dauer dieser Tätigkeit eine monatliche Zulage von 15,34 €

. (3) Die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter - ausgenommen die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter im handwerklichen Erziehungsdienst - erhält für die Dauer der Tätigkeit in einem Erziehungsheim, einem Kinder- oder einem Jugendwohnheim oder einer vergleichbaren Einrichtung (Heim) eine Zulage in Höhe von 61,36 € monatlich, wenn in dem Heim überwiegend Behinderte im Sinne des § 39 BSHG oder Kinder oder Jugendliche mit wesentlichen Erziehungsschwierigkeiten zum Zwecke der Erziehung, Ausbildung oder Pflege ständig untergebracht sind; sind nicht überwiegend solche Personen ständig untergebracht, beträgt die Zulage 30,68 € monatlich. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Werkstatt für Behinderte in einem Heim im Sinne des Unterabs. 1 erster Halbsatz beträgt die Zulage 40,90 € monatlich.

Die Bestimmungen über die Zulage finden entsprechende Anwendung auf die in Heimen für Nichtseßhafte und Gefährdete tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis einschließlich Vergütungsgruppe III.

Die Zulage wird nur für Zeiträume gezahlt, für die Bezüge (Vergütung, Urlaubsvergütung, Krankenbezüge bzw. Krankengeldzuschuß) zustehen. Sie ist bei der Bemessung des Übergangsgeldes (§ 39) zu berücksichtigen. § 21 gilt entsprechend.

(4) Z. B.: Gruppen- oder Werkstattleiterlehrgang, Heilerziehungshelferin bzw. Heilerziehungshelfer, andere für therapeutische Werkstätten geeignete vergleichbare Zusatzqualifikation.

(5) Die Gruppenleiterin bzw. der Gruppenleiter trägt die Verantwortung für eine Gruppe von betreuten Beschäftigten.

(6) Unter Heilpädagoginnen und Heilpädagogen mit staatlicher Anerkennung sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verstehen, die einen nach Maßgabe der Rahmenvereinbarung über die Ausbildung und Prüfung an Fachschulen für Heilpädagogik (Beschluß der Kultusministerkonferenz vom 12. September 1986) gestalteten Ausbildungsgang mit der vorgeschriebenen Prüfung erfolgreich abgeschlossen und die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „staatlich anerkannter Heilpädagoge/staatlich anerkannte Heilpädagogin“ erworben haben.

(7) Sonstige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind z. B. Krankenschwestern, Krankenpfleger, Altenpflegerinnen und Altenpfleger.

(8) Staatlich geprüfte Technikerinnen und Techniker bzw. Technikerinnen und Techniker mit staatlicher Abschlußprüfung sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die

a) einen nach Maßgabe der Rahmenordnung für die Ausbildung von Technikerinnen und Technikern (Beschluß der Kultusministerkonferenz vom 27. April 1964 bzw. vom 18. Januar 1973) gestalteten Ausbildungsgang mit der vorgeschriebenen Prüfung erfolgreich abgeschlossen und die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „staatlich geprüfter Techniker“ bzw. „Techniker mit staatlicher Abschlußprüfung“ mit einem die Fachrichtung bezeichnenden Zusatz erworben haben, oder

b) einen nach Maßgabe der Rahmenvereinbarung über Fachschulen mit zweijähriger Ausbildungsdauer (Beschluß der Kultusministerkonferenz vom 27. Oktober 1980) gestalteten Ausbildungsgang mit der vorgeschriebenen Prüfung erfolgreich abgeschlossen und die Berechtigung zur Führung der ihrer Fachrichtung/Schwerpunkt zugeordneten Berufsbezeichnung „staatlich geprüfter Techniker/staatlich geprüfte Technikerin“ erworben haben, z. B.: Bautechnikerinnen, Bautechniker, Betriebstechnikerinnen, Betriebstechniker, Elektrotechnikerinnen, Elektrotechniker, Feinwerktechnikerinnen, Feinwerktechniker, Heizungstechnikerinnen, Heizungstechniker, Kältetechnikerinnen, Kältetechniker, Lüftungs technikerinnen, Lüftungstechniker, Maschinenbautechnikerinnen, Maschinenbautechniker.

(9) Meisterinnen und Meister und staatlich geprüfte Technikerinnen und staatlich geprüfte Techniker sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit mindestens gleichwertiger handwerklicher, hauswirtschaftlicher oder technischer Qualifikation erhalten eine Zulage in Höhe von monatlich 38,35 €.

(10) Der Ermittlung der Durchschnittsbelegung ist für das jeweilige Kalenderjahr grundsätzlich die Zahl der vom 1. Oktober bis 31. Dezember des vorangegangenen Jahres vergebenen, je Tag gleichzeitig belegbaren Plätze zugrundezulegen.

(11) Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter sind Leiterinnen bzw. Leiter von Teilbereichen innerhalb des Arbeits- oder Arbeitstrainingsbereiches (z. B. Abteilung Holz, Abteilung Metall)

(12) Bereichsleiterinnen und Bereichsleiter sind Leiterinnen bzw. Leiter der nach der Werkstattverordnung vorgesehenen Arbeitsbereiche oder Arbeitstrainingsbereiche und der vergleichbaren Bereiche gem. § 40 Abs. 2 BSHG.

(13) Bereichsleiterinnen und Bereichsleiter in Werkstätten für Behinderte mit einem Verantwortungsbereich von mindestens 240 Plätzen sind nach den Einzelgruppenplänen 01 und 02 einzugruppieren.

(14) Leiterinnen und Leiter in Werkstätten für Behinderte mit einer Durchschnittsbelegung von mindestens 360 Plätzen sind nach dem EGP 02 ein zugruppieren.

Übergangsvorschrift

(1) Die Vergütung (§ 14) der bisher in EGP 27 eingruppierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die am 31. Dezember 1991 in einem Dienstverhältnis stehen, das am 1. Januar 1992 zu derselben Dienstgeberin bzw. demselben Dienstgeber fortbestanden hat, und die am 31. Dezember 1991 die Vergütung aus einer höheren Vergütungsgruppe erhalten als aus der Vergütungsgruppe, in der sie nach der Neufassung des Einzelgruppenplanes eingruppiert sind, wird durch das Inkrafttreten der Neufassung nicht berührt.

(2) Bei den unter den Einzelgruppenplan 27 fallenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die am 31. Dezember 1991 in einem Dienstverhältnis stehen, das am 1. Januar 1992 zu derselben Dienstgeberin bzw. demselben Dienstgeber fortbestanden hat, und deren Eingruppierung von der Zeit einer Tätigkeit oder von der Zeit einer Bewährung in einer bestimmten Vergütungs- und Fallgruppe oder von der Zeit einer Berufstätigkeit abhängt, wird die vor dem 1. Januar 1992 zurückgelegte Zeit so berücksichtigt, wie sie zu berücksichtigen wäre, wenn die Neufassung bereits seit dem Beginn ihres Dienstverhältnisses gegolten hätte.

(3) Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die am 31. Dezember 1991 eine Zulage nach Einzelgruppenplan 27 Anmerkung 5 erhalten haben und die am 1. Januar 1992 nach der Neufassung des Einzelgruppenplanes 27 keine Zulage nach Anmerkung 3 erhalten, erhalten die Zulage nach Anmerkung 5 des Einzelgruppenplanes 27 alter Fassung als persönliche Zulage weiter. Die persönliche Zulage wird durch allgemeine Vergütungserhöhungen, Höhergruppierungen und Steigerungen in den Lebensaltersstufen aufgezehrt.